DIE FRANZISKUS AKADEMIE STELLT SICH VOR
„Alles hat seine Zeit.“ (Pred 1,1-11) Die Franziskus Akademie für Pflege – Kultur – Spiritualität ist eine kleine aber feine Akademie, die es sich zum Ziel gesetzt hat: Menschen, die sich mit Alten, mit Kranken, mit Pflegebedürftigen und/oder Sterbenden befassen, zu schulen sowie aus- und fortzubilden. Das Jahr 2020 stellt gerade für die Ausbildung aber auch für die Fort- und Weiterbildung im Bereich der Altenhilfe und Krankenpflege eine Herausforderung dar, z.B. gelten neue Richtlinien im Bereich der Ausbildung zum Praxisanleiter und deren Statuserhalt ... Lassen Sie uns gemeinsam diese Neuerungen als Chance sehen und angehen, damit wir gute Grundlagen im Bereich der Arbeit mit Menschen bilden bzw. Wissen vertiefen und erweitern können. Ganz im Geiste von Hermann Hesse, der seine Gedanken im Gedicht „Stufen“ wie folgt zusammenfasst: Wie jede Blüte welkt und jede Jugend dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe, blüht jede Weisheit auch und jede Tugend zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern. Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe bereit zum Abschied sein und Neubeginne, um sich in Tapferkeit und ohne Trauern in andre, neue Bindungen zu geben. Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft, zu leben. Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten, an keinem wie an einer Heimat hängen, der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen, er will uns Stuf‘ um Stufe heben, weiten. Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise und traulich eingewohnt, so droht erschlaffen; Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise, mag lähmender Gewöhnung sich entraffen. Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde uns neuen Räumen jung entgegen senden, des Lebens Ruf an uns wird niemals enden, wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde! Vielfältig sind die Anforderungen, die an Pflegekräfte, an Betreuende und/oder Angehörige gestellt werden – vielfältig und bewusst auch außergewöhnlich sind daher unser Veranstaltungsangebote. Lassen sie uns gemeinsam in angenehmer Atmosphäre und in kleinen Gruppen, bei sehr guter Verpflegung, voneinander und miteinander lernen – und heiter Raum um Raum durchschreiten ... Sie sind uns herzlich willkommen! Stefan W. Knor
LEITBILD UND ZIELE DER AKADEMIE
Wir müssen lernen, den hilfebedürftigen Menschen als Menschen wahrzunehmen, der neben seinen körperlichen Bedürfnissen auch noch soziale, psychische und spirituelle Bedürfnisse hat, d.h. wir müssen lernen, dass wir alle Bedürfnisse, Ängste und Sehnsüchte hilfebedürftiger Menschen im alltäglichen Tun im Blick haben und dementsprechend handeln. Wir müssen lernen, dass wir nicht Dinge einfach „so“ für hilfebedürftige Menschen erledigen, sondern, dass wir sie unterstützen bzw. so Hilfestellungen geben, dass sie möglichst selbstbestimmt den eigenen Weg gehen können und dafür auch selber die Verantwortung tragen. Wir müssen lernen mit den Menschen wirklich zu kommunizieren – aufmerksam und sensibel dafür sein, was hilfebedürftige Menschen wirklich sagen oder auch nicht sagen bzw. nicht mehr sagen können. Nur dadurch können auch belastbare Beziehungen entstehen. Wir müssen lernen, wie wichtig die Privat- und Intimsphäre für den Menschen ist und wie wichtig die Gestaltung seines Umfeldes bzw. seines Lebensraumes – die Lebensqualität ist. Wir müssen lernen, dass wir die Würde jedes Einzelnen achten, d.h. ein rechtes Maß zwischen Freiheit und Sicherheit für die uns anvertrauten Menschen zu finden und zu bewahren. Wir müssen lernen, dass hilfebedürftige Menschen eigene Lebenskulturen haben. Dazu gehört: die Weltanschauung, das kulturelles Umfeld, die Sprache, die persönliche Geschichte, die Bildung, Interessen und die Religion. Wir müssen lernen, wie wichtig der Kontakt hilfsbedürftiger Menschen mit der Gesellschaft, dem familiären Umfeld evtl. auch mit Tieren ist. Wir müssen lernen, dass jeder Mensch – so individuell, wie er sein Leben geführt hat auch stirbt, d.h. für uns, dass wir das Leben vom Tod her verstehen müssen, dass wir dem Thema Tod und Sterben nicht aus dem Weg gehen. Wir müssen lernen, dass WIR, die Pflegenden, die Betreuenden, die Angehörigen auch auf uns selber zu achten! „Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst“ (Mk 12,31) – Eigenliebe, ein gesunder Egoismus und ein gesundes Selbstbewusstsein sind wesentlich für einen dauerhaft guten und belastbaren Kontakt mit hilfebedürftigen Menschen.
IHRE ANSPRECHPARTNER
Vielfältig sind die Anforderungen, die an Pflegekräfte, an Betreuende und/oder Angehörige gestellt werden – vielfältig und bewusst auch außergewöhnlich ist daher auch unser Veranstaltungsangebot! Aus diesem Grund haben wir uns auch als „Wappentier“ die Eule ausgesucht, denn die Eule symbolisierte schon im alten Griechenland: Wissenschaft, Weisheit und Besonnenheit. Lassen Sie uns gemeinsam in angenehmer Atmosphäre und in kleinen Gruppen, bei sehr guter Verpflegung (denn das Brot ist schon auch wichtig!), voneinander und miteinander lernen – Sie sind uns herzlich Willkommen.
DIE EULE ALS SYMBOL
Eulen unterscheiden sich von anderen Vögeln durch die starr nach vorne gerichteten Augen. Da sie außerdem die Augenlider - wie wir Menschen - von oben nach unten über den Augapfel ziehen können, erscheint uns ihr Gesicht sehr menschlich. Die Eule fasziniert uns daher sehr. Da sie uns ähnlich ist, schreiben wir ihr einen Teil unserer eigenen Intelligenz und damit Weisheit zu. Die Eule wird daher häufig als Symbol der Weisheit mit Doktorhut und Talar oder auch auf Büchern sitzend dargestellt. Viele Schulen, Universitäten, Bibliotheken, Buchhandlungen und Buchverlage haben die Eule als Emblem gewählt. Auch die Redensart "klug wie eine Eule" hat hier ihren Ursprung.
Beschreibungen der Eule finden wir bereits bei Aristoteles, die erste wissenschaftliche Abhandlung bei Plinius. In Griechenland war die Eule gut angesehen und galt als Weisheitsvogel, ausgewählt von der Göttin Athene, der Beschützerin Athens und Göttin der Weisheit. Auf den griechischen Münzen war auf der Vorderseite der Kopf der Athene abgebildet. Als Wappenvogel zierte der Steinkauz mit Ölzweig und Mond die Rückseite der Tetradrachmen. Die Münzen wurde daher auch kurz "Eulen" genannt. Da Athen sehr reich war und eine Vielzahl dieser "Eulen" dort vorhanden war, heißt auch heute noch "Eulen nach Athen tragen" etwas Unsinniges tun. Die Eule war auch Beschützerin und begleitete Heere in den Krieg. Daneben symbolisierte die Eule in Griechenland auch Wissenschaft und Besonnenheit.
KRISTINA TOMAK Koordination und Anmeldung
STEFAN W. KNOR Dozent und Leitung der Franziskus Akademie
BRIGITTE SCHROEDER Dozentin
MARZENA JURA Dozentin
MELANIE JORDANS Leitung Fachbereich Soziales
Der neue Jahreskatalog 2020 der Franziskus Akademie Zum „Blättern“ auf den Titel klicken

Daten- schutz Daten- schutz